Wer Pastorin oder Pastor wird, beginnt nach dem Studium der Theologie den kirchlichen Vorbereitungsdienst, das Vikariat. In dieser zweiten Ausbildungsphase erwerben die Vikarinnen und Vikare theologisch-pastorale Handlungskompetenz.Das Vikariat findet hauptsächlich an zwei Orten statt:
- in einer Kirchengemeinde, in der unter Anleitung eines Pastors oder einer Pastorin als Vikariatsleiter*in die pastoralen Tätigkeiten erprobt, bedacht und angeeignet werden und
- im Predigerseminar, wo in Studienwochen die Erlebnisse mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Kurs reflektiert und diskutiert, weitere Kenntnisse erworben und auf die Praxis bezogen werden.
Hinzu kommen Lernerfahrungen an Orten wie z.B. Schule, Krankenhaus, Senior*innenheim.
Der kirchliche Vorbereitungsdienst schließt nach zwei Jahren mit dem Zweiten Theologischen Examen ab.
Das Vikariat kann auch als Teilzeit-Vikariat absolviert werden. Dies könnte besonders für junge Elternteile und/oder Menschen, die aus persönlichen Gründen nicht mehr als 50 % arbeiten können oder möchten, attraktiv sein. Bei einem Teilzeitvikariat absolviert die Vikarin/der Vikar die Hälfte der Gemeindezeit und die Vollzahl der Kurswochen. Während der Kurswochen wird die Betreuung des Kindes in der Kindertagespflegestelle des Predigerseminar angeboten. Die Gesamtzeit des Vikariates verlängert sich im Teilzeitmodell auf ca. 34 Monate und beinhaltet auch den Wechsel des Vikariatskurses. Bei Bedarf oder weiteren Fragen zum Teilzeitvikariat wenden Sie sich gerne an die Studienleitung.


